Südalbanien entdecken

Südalbanien entdecken – Strände, Riviera & Sehenswürdigkeiten

Südalbanien gehört zu den abwechslungsreichsten Regionen des Landes. Türkisfarbenes Wasser an der Ionischen Küste, kleine Buchten, Berglandschaften, historische Städte und bedeutende archäologische Stätten liegen hier teilweise nur wenige Fahrstunden voneinander entfernt.

Die meisten Reisenden denken bei Südalbanien zunächst an Ksamil und Saranda. Doch die Region hat wesentlich mehr zu bieten. Die Albanische Riviera führt über Orte wie Dhërmi, Himara, Qeparo und Borsh nach Süden. Im Landesinneren warten mit Gjirokastra eine der faszinierendsten historischen Städte Albaniens und mit dem Blue Eye eine der bekanntesten Natursehenswürdigkeiten des Landes.

Wer genügend Zeit mitbringt, kann Strandurlaub, Natur und Kultur deshalb hervorragend miteinander verbinden.

In diesem Reiseführer zeigen wir dir, welche Orte und Sehenswürdigkeiten du in Südalbanien entdecken kannst und wie du daraus eine abwechslungsreiche Reiseroute zusammenstellst.

Wo beginnt Südalbanien?

Eine eindeutige touristische Grenze gibt es natürlich nicht.

Für die Reiseplanung kann man Südalbanien grob als die Region südlich von Vlora beziehungsweise entlang der Albanischen Riviera bis zur griechischen Grenze sowie das angrenzende südliche Landesinnere betrachten.

Besonders interessant sind dabei zwei völlig unterschiedliche Landschaftsräume.

Entlang der Küste findest du die Albanische Riviera mit dem Ionischen Meer.

Im Landesinneren liegen Berge, Flusstäler und historische Städte wie Gjirokastra und Përmet.

Genau diese Kombination macht den Süden so interessant.

Du musst dich nicht zwischen Badeurlaub und Rundreise entscheiden. Beides lässt sich innerhalb einer Reise miteinander verbinden.

Die Albanische Riviera

Die Albanische Riviera gehört zu den landschaftlich spektakulärsten Regionen des Landes.

Die offizielle albanische Tourismusorganisation beschreibt die Riviera als Küstenroute von Vlora über Saranda bis Ksamil. Berge fallen teilweise unmittelbar zum Ionischen Meer ab, dazwischen liegen Buchten, Strände und historische Dörfer.

Wer von Vlora Richtung Süden fährt, erlebt diesen Landschaftswechsel besonders eindrucksvoll.

Llogara – das Tor zur Riviera

Südlich von Vlora führt die Straße zunächst Richtung Orikum und anschließend hinauf in die Berge.

Die klassische Route über den Llogara-Pass gehört für mich bereits zum Erlebnis einer Reise durch Südalbanien.

Oben verändert sich die Landschaft völlig. Wälder und Berglandschaft ersetzen vorübergehend das Meer.

Anschließend öffnet sich der Blick auf die Ionische Küste.

Von hier beginnt die klassische Route über:

Palasa → Dhërmi → Himara → Qeparo → Borsh → Lukova → Saranda → Ksamil

Auch die offizielle Tourismusroute folgt im Wesentlichen dieser Strecke.

Wer genügend Zeit hat, sollte diese Küste nicht einfach an einem Tag durchfahren.

Dhërmi

Dhërmi gehört zu den bekanntesten Orten der Albanischen Riviera.

Das historische Dorf liegt oberhalb der Küste am Berghang, während sich unten die Strände und touristischen Einrichtungen befinden.

Gerade dieser Gegensatz zwischen Bergdorf und Meer ist charakteristisch für mehrere Orte entlang der Riviera.

In der Hauptsaison ist Dhërmi mittlerweile stark besucht. Wer einen ruhigen Geheimtipp erwartet, sollte deshalb eher im Juni oder September kommen.

Gjipe Beach und Gjipe Canyon

Zwischen Dhërmi und Himara befindet sich mit Gjipe einer der bekanntesten Naturstrände der Riviera.

Der Strand liegt am Ausgang einer Schlucht und ist nicht wie ein klassischer Stadtstrand unmittelbar von Hotels und Straßen umgeben.

Genau diese Lage macht Gjipe interessant.

Allerdings sollte man bei solchen vermeintlichen „Geheimtipps“ realistisch bleiben: Durch soziale Medien und die stark gestiegene Zahl der Albanien-Reisenden sind auch viele früher wenig bekannte Orte inzwischen deutlich populärer geworden.

Wer Ruhe sucht, sollte deshalb vor allem die Hochsaison vermeiden.

Himara – guter Standort an der Riviera

Himara – Himarë ist für mich einer der interessantesten Standorte für mehrere Tage an der Albanischen Riviera.

Der Ort bietet Strände, Restaurants und Unterkünfte, ist aber gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt für weitere Küstenabschnitte.

Von hier erreichst du beispielsweise Dhërmi, Gjipe, Porto Palermo, Qeparo und Borsh.

Himara eignet sich deshalb besonders, wenn du nicht jeden oder jeden zweiten Tag die Unterkunft wechseln möchtest.

Porto Palermo

Südlich von Himara liegt die Bucht von Porto Palermo.

Auf einer kleinen Halbinsel befindet sich die weithin sichtbare Festung, die häufig mit Ali Pascha von Tepelena in Verbindung gebracht wird.

Die Kombination aus Festung, Bucht und Küstenlandschaft macht Porto Palermo zu einem idealen Zwischenstopp auf der Fahrt Richtung Süden.

Du benötigst dafür keinen ganzen Reisetag.

Gerade deshalb würde ich die Anlage auf einer Fahrt zwischen Himara und Saranda mitnehmen.

Qeparo

Qeparo besteht aus einem neueren Bereich an der Küste und dem historischen alten Dorf weiter oben am Berghang.

Wer etwas mehr Zeit hat, sollte deshalb nicht ausschließlich am Meer bleiben.

Die alten Bergdörfer gehören genauso zur Albanischen Riviera wie die inzwischen bekannten Strände.

Sie zeigen eine Seite der Region, die bei einem reinen Badeurlaub schnell verloren geht.

Borsh und sein langer Strand

Weiter südlich liegt Borsh.

Der Ort ist insbesondere für seinen langen Strand bekannt und bietet eine andere Atmosphäre als die kleineren Buchten der Riviera.

Auch hier würde ich allerdings zwischen Juli/August und der Nebensaison unterscheiden.

Südalbanien hat sich touristisch stark entwickelt. Ein Ort, der vor einigen Jahren noch als Geheimtipp beschrieben wurde, kann heute im Hochsommer bereits deutlich stärker besucht sein.

Saranda – die touristische Hauptstadt des Südens

Saranda – Sarandë ist das wichtigste touristische Zentrum im äußersten Süden Albaniens.

Die Stadt liegt direkt am Ionischen Meer gegenüber der griechischen Insel Korfu.

Entlang der Küste findest du zahlreiche:

  • Hotels und Apartments,
  • Restaurants,
  • Cafés,
  • Bars,
  • Geschäfte,
  • touristische Dienstleistungen.

Saranda eignet sich deshalb besonders als Basis für Ausflüge.

Von hier erreichst du Ksamil, Butrint und das Blue Eye. Gleichzeitig bestehen Fährverbindungen nach Korfu.

Wer eine größere Auswahl an Restaurants und städtischer Infrastruktur möchte, ist in Saranda häufig besser aufgehoben als in einem kleinen Küstenort.

Burg Lëkurësi – Blick über Saranda und Korfu

Oberhalb Sarandas liegt die Burg Lëkurësi.

Schon wegen der Aussicht lohnt sich die Fahrt hinauf.

Von dort blickst du über Saranda, das Ionische Meer und bei guten Sichtbedingungen Richtung Korfu.

Besonders gegen Abend ist die Lage eindrucksvoll.

Ksamil – türkisfarbenes Meer im Süden Albaniens

Nur wenige Kilometer südlich von Saranda liegt Ksamil.

Die kleinen Buchten und vorgelagerten Inseln gehören zu den bekanntesten Fotomotiven Albaniens.

Das Wasser kann hier tatsächlich beeindruckende Türkis- und Blautöne zeigen.

Allerdings gehört Ksamil mittlerweile auch zu den touristischsten Orten des Landes.

Im Juli und August können die zentralen Strandabschnitte sehr voll werden.

Wer die Landschaft erleben, aber nicht die absolute Hochsaison erleben möchte, sollte Juni oder September in Betracht ziehen.

→ Mehr dazu: Ksamil Urlaub – Albaniens Traumstrände entdecken

Butrint – mehr als 2.000 Jahre Geschichte

Nur wenige Kilometer von Ksamil entfernt befindet sich Butrint.

Die archäologische Stätte gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Albaniens und wurde bereits 1992 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Hier treffen unterschiedliche Epochen aufeinander.

Zu sehen sind unter anderem Überreste aus:

  • griechischer,
  • römischer,
  • byzantinischer,
  • venezianischer Zeit.

Zu den bekanntesten Bauwerken gehören das antike Theater, die Basilika, römische Bäder, Stadttore und Befestigungsanlagen.

Mindestens genauso interessant ist die Lage.

Butrint befindet sich zwischen dem Butrintsee und dem Vivari-Kanal in einer außergewöhnlichen Natur- und Lagunenlandschaft.

Wenn du in Ksamil oder Saranda Urlaub machst, würde ich Butrint unbedingt einplanen.

Im Sommer am besten am Vormittag, bevor die größte Hitze einsetzt.

Blue Eye – Syri i Kaltër

Auf der Strecke zwischen Saranda und Gjirokastra liegt eine der bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Südalbaniens:

Syri i Kaltër – das Blue Eye.

Dabei handelt es sich um eine Karstquelle mit außergewöhnlich klarem Wasser.

Die tiefblaue Farbe im Zentrum und die grünlich-türkisen Bereiche rundherum erzeugen das charakteristische Erscheinungsbild, dem die Quelle ihren Namen verdankt. Die offizielle Tourismusorganisation führt das Blue Eye als Naturdenkmal und eines der meistbesuchten Naturziele im Süden des Landes.

Gerade im Sommer kann entsprechend viel los sein.

Wenn möglich, würde ich auch hier früh am Tag kommen.

Blue Eye mit Gjirokastra verbinden

Besonders sinnvoll finde ich das Blue Eye nicht als isolierten Tagesausflug.

Wenn du ohnehin von Saranda Richtung Gjirokastra fährst, kannst du die Quelle als Zwischenstation besuchen.

Eine klassische Route wäre:

Saranda → Blue Eye → Gjirokastra

Genau diese Kombination wird auch von der offiziellen albanischen Tourismusorganisation als Reiseroute vorgeschlagen.

Gjirokastra – die Stadt aus Stein

Nach den Stränden der Riviera bietet Gjirokastra – Gjirokastër einen starken Kontrast.

Die historische Stadt liegt an den Hängen oberhalb des Drino-Tals und ist für ihre charakteristischen Steinhäuser und Dächer bekannt.

Gjirokastra gehört zum UNESCO-Welterbe und zählt zu den bedeutendsten historischen Städten Albaniens.

Allein deshalb würde ich die Stadt auf einer Rundreise durch Südalbanien nicht auslassen.

Die Burg von Gjirokastra

Über der Stadt thront die mächtige Burg von Gjirokastra.

Von der Festung hast du einen weiten Blick über die Stadt und das Drino-Tal.

Innerhalb der Anlage befinden sich unterschiedliche historische Ausstellungen und Bereiche. Die Festung gehört zu den größten und am besten erhaltenen Burgen Albaniens.

Plane genügend Zeit ein und nimm im Sommer Wasser mit – der Aufstieg durch die Altstadt kann bei hohen Temperaturen anstrengend werden.

Der Alte Basar

Unterhalb der Burg liegt der Alte Basar von Gjirokastra.

Kopfsteingepflasterte Straßen, traditionelle Häuser, Geschäfte, Restaurants und Handwerksbetriebe prägen diesen Teil der Stadt.

Gerade am Abend hat Gjirokastra eine völlig andere Atmosphäre als während eines kurzen Zwischenstopps am Mittag.

Deshalb würde ich hier mindestens eine Nacht bleiben.

Die traditionellen Häuser

Einige der historischen Wohnhäuser können besichtigt werden und vermitteln einen guten Eindruck davon, wie wohlhabende Familien in der Stadt lebten.

Die mehrstöckigen Steinhäuser gehören zu den wichtigsten architektonischen Besonderheiten Gjirokastras.

Wer nur Burg und Basar besucht, verpasst deshalb einen wichtigen Teil der Stadt.

Noch weiter ins Landesinnere: Përmet

Wer Südalbanien ausführlicher kennenlernen möchte, sollte nicht ausschließlich an der Küste bleiben.

Përmet liegt im Tal der Vjosa und bietet ein völlig anderes Landschaftsbild.

Hier stehen Berge, Flusslandschaften und Natur stärker im Mittelpunkt.

Përmet eignet sich besonders für Reisende, die ihren Strandurlaub mit Wandern, Natur und kleineren Städten verbinden möchten.

Thermalquellen von Bënjë

Zu den bekanntesten Zielen bei Përmet gehören die Thermalquellen von Bënjë.

Die Quellen liegen in einer eindrucksvollen Landschaft am Eingang einer Schlucht. Besonders bekannt ist die historische Steinbrücke, die eines der typischen Fotomotive der Region bildet.

Auch dieses Ziel ist inzwischen deutlich bekannter als noch vor einigen Jahren.

Trotzdem zeigt die Region um Përmet eine völlig andere Seite Südalbaniens als Ksamil oder Saranda.

Tepelena und das Tal der Vjosa

Auch Tepelena – Tepelenë kann auf einer Rundreise durch das südliche Landesinnere interessant sein.

Die Stadt liegt in einer landschaftlich eindrucksvollen Region am Zusammenfluss von Flüssen und ist eng mit Ali Pascha von Tepelena verbunden.

Von hier führen Straßen weiter Richtung Gjirokastra, Përmet und Küste.

Gerade auf einer Rundreise lohnt es sich deshalb, Südalbanien nicht nur als schmalen Streifen entlang des Meeres zu betrachten.

Südalbanien mit dem Mietwagen

Für eine individuelle Reise durch Südalbanien halte ich einen Mietwagen für besonders sinnvoll.

Die bekannten Städte sind zwar auch mit Bussen und anderen Verkehrsmitteln erreichbar, aber viele kleinere Strände, Bergdörfer und Naturziele lassen sich mit einem eigenen Fahrzeug wesentlich flexibler besuchen.

Außerdem kannst du unterwegs spontan an Aussichtspunkten oder kleineren Orten anhalten.

Bei der Planung solltest du allerdings einen typischen Fehler vermeiden:

Kilometerangaben sagen in Albanien wenig über die tatsächliche Fahrzeit aus.

Gerade entlang der Riviera und in den Bergen können relativ kurze Strecken deutlich länger dauern als erwartet.

Ich würde deshalb nicht versuchen, jeden Tag möglichst viele Ziele abzuhaken.

Wie viele Tage braucht man für Südalbanien?

Für eine erste Rundreise würde ich mindestens eine Woche einplanen.

Noch besser sind 10 bis 14 Tage, wenn du auch einige echte Strandtage haben möchtest.

Eine mögliche Route könnte so aussehen:

Tag 1: Vlora
Tag 2: Llogara – Dhërmi
Tag 3: Dhërmi/Gjipe
Tag 4: Himara – Porto Palermo
Tag 5: Qeparo – Borsh – Saranda
Tag 6: Ksamil
Tag 7: Butrint
Tag 8: Saranda – Blue Eye – Gjirokastra
Tag 9: Gjirokastra
Tag 10: Weiterreise Richtung Përmet oder zurück Richtung Mittelalbanien

Mit 14 Tagen kannst du die Route wesentlich entspannter gestalten und mehrere Strandtage einbauen.

Wo sollte man in Südalbanien übernachten?

Hier würde ich nicht jede Nacht die Unterkunft wechseln.

Das klingt bei der Reiseplanung zunächst flexibel, bedeutet in der Praxis aber ständig:

Koffer packen, auschecken, fahren, Parkplatz suchen und wieder einchecken.

Sinnvoller sind mehrere Standorte.

Beispielsweise:

Vlora: 1–2 Nächte
Himara: 2–3 Nächte
Saranda oder Ksamil: 3–4 Nächte
Gjirokastra: 1–2 Nächte

Wenn du zusätzlich Përmet besuchen möchtest, würde ich dort ebenfalls mindestens eine Nacht verbringen.

So kannst du von jedem Standort mehrere Ziele erkunden.

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Wann ist die beste Reisezeit für Südalbanien?

Für einen klassischen Badeurlaub sind Juni bis September besonders interessant.

Juli und August bringen die höchsten Temperaturen, gleichzeitig aber auch die meisten Besucher.

Für eine Rundreise würde ich persönlich eher Juni oder September wählen.

Dann kannst du:

  • baden,
  • die Riviera erkunden,
  • Gjirokastra besichtigen,
  • wandern,
  • archäologische Stätten besuchen,

ohne dass jede Besichtigung in der größten Sommerhitze stattfinden muss.

Mai und Oktober können für Rundreisen ebenfalls interessant sein, allerdings ist das Wetter weniger zuverlässig für einen reinen Badeurlaub.

→ Mehr dazu: Albanien beste Reisezeit – Klima & Temperaturen

Ist Südalbanien noch ein Geheimtipp?

Diese Formulierung findet man in älteren Reiseberichten sehr häufig.

Heute würde ich sie nur noch eingeschränkt verwenden.

Ksamil, Saranda, Dhërmi, Blue Eye und Gjirokastra sind keine Geheimtipps mehr.

Albaniens Süden hat sich touristisch stark entwickelt.

Das bedeutet aber nicht, dass es nichts mehr zu entdecken gibt.

Oft musst du nur wenige Kilometer von den bekanntesten Orten wegfahren, ein Bergdorf besuchen oder einen weniger bekannten Strand auswählen, und das Erlebnis verändert sich deutlich.

Die „verborgenen Schätze“ Südalbaniens liegen heute deshalb weniger in den fünf bekanntesten Instagram-Motiven.

Sie liegen vielmehr zwischen diesen Orten.

In kleinen Dörfern, Nebenstraßen, Berglandschaften, Buchten und Orten im Landesinneren.

Küste oder Landesinneres – was ist schöner?

Beides lässt sich kaum vergleichen.

Wenn du wegen des Meeres nach Albanien kommst, solltest du natürlich Zeit an der Albanischen Riviera einplanen.

Aber ich würde nicht ausschließlich dort bleiben.

Gjirokastra, Blue Eye, Përmet und die Landschaften des südlichen Landesinneren zeigen ein völlig anderes Albanien.

Gerade dieser Wechsel macht für mich eine Rundreise besonders interessant:

Meer → Berge → historische Stadt → Natur → wieder Meer.

Die Entfernungen sind überschaubar genug, dass du diese unterschiedlichen Landschaften innerhalb einer Reise erleben kannst.

Südalbanien oder Nordalbanien?

Auch das hängt von deinen Interessen ab.

Südalbanien eignet sich besonders für:

  • Strandurlaub,
  • Albanische Riviera,
  • historische Städte,
  • archäologische Stätten,
  • Roadtrips entlang der Küste,
  • Kombination aus Meer und Kultur.

Nordalbanien ist dagegen besonders interessant für:

  • Albanische Alpen,
  • Wandern,
  • Berglandschaften,
  • Theth und Valbona,
  • Shkodra.

Wenn du Albanien zum ersten Mal besuchst und Strand mit einer Rundreise kombinieren möchtest, ist der Süden ausgesprochen vielseitig.

Fazit: Warum sich Südalbanien lohnt

Südalbanien ist weit mehr als Ksamil und Saranda.

Natürlich gehören die türkisfarbenen Buchten der Ionischen Küste zu den großen Attraktionen der Region. Doch wer ausschließlich für einige Tage nach Ksamil fährt, sieht nur einen kleinen Ausschnitt.

Die eigentliche Stärke des Südens liegt in seiner Vielfalt.

Du kannst über den Llogara-Pass an die Albanische Riviera fahren, in Himara am Meer übernachten, Porto Palermo besuchen, durch die alten Gassen von Gjirokastra gehen, am Blue Eye Halt machen und anschließend wieder Richtung Küste fahren.

Mit etwas mehr Zeit kommen Përmet, Tepelena und zahlreiche kleinere Orte hinzu.

Genau deshalb würde ich Südalbanien nicht nur als Badeziel, sondern als eigene Reiseregion betrachten.

Wer zehn Tage oder zwei Wochen Zeit hat und mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann hier eine der abwechslungsreichsten Rundreisen Albaniens zusammenstellen.

Auf dem Albanien Portal findest du dazu nach und nach ausführliche Reiseführer zu den einzelnen Orten, Stränden und Sehenswürdigkeiten.